Ein Gespräch mit Comedy Star und Schriftsteller Hape Kerkeling

Hans-Peter "Hape" Kerkeling erhielt den Bayerischen Fernsehpreis 2008  (c) picture-alliance
Hans-Peter "Hape" Kerkeling erhielt den Bayerischen Fernsehpreis 2008 für eine Sendung, in der er aus seinem Bestseller "Ich bin dann mal weg" vorlas
(© (© picture-alliance/dpa)

Der Jakobsweg ist seit knapp 1000 Jahren Gegenstand unzähliger Aufzeichnungen und Bücher. 2001 pilgerte Hape Kerkeling 650 Kilometer auf dem nordspanischen Jakobsweg nach Santiago de Compostela. In dem Buch "Ich bin dann mal weg" (2006) schildert Kerkeling seine rund sechs Wochen lange Tour amüsant und pointiert, aber dennoch ergreifend und sehr persönlich.

Das Buch wurde zum Bestseller in Deutschland, mit über 3 Millionen verkauften Exemplaren, und ist in fast einem Dutzend weiterer Sprachen schon erschienen. Eine englische Fassung unter dem Titel "I'm Off Then: My Journey Along the Camino de Santiago" (2009, Simon & Schuster) ist nun erstmals in den USA erschienen.

Kerkeling las Anfang September vor einem begeisterten Publikum in der Deutschen Botschaft Washington aus dem Buch vor. Germany.info strahlte die Veranstaltung als Livestream online aus.

In dem folgenden Interview mit Germany.info hat Kerkeling in einem ruhigen, bescheidenen und positiven Ton auf seine Erfahrungen als Pilger und die Entstehung seines Buches zurückgeblickt.

Zurzeit macht der berühmte deutsche Comedy-Star und TV-Meister in Deutschland mit dem Wahlauftakt von seinem wesentlich weniger intelligenten und gerade deshalb so amüsanten Alter Ego Horst Schlämmer Furore.

Wie kamen sie überhaupt auf die Idee für diese Wanderung und für das Buch?

Da möchte ich Sie fast korrigieren – Pilgerreise. Das ist für mich ein Unterschied, ob man wandert oder pilgert. Und zum Pilgern bin ich wirklich gekommen durch die Tatsache, dass ich eine Gallenblasenentfernung über mich ergehen lassen musste und daraufhin kam dann auch noch ein Hörsturz dazu und in sofern habe ich danach gedacht, eine ganz normale Rekonvaleszenz möchte ich eigentlich nicht durchleben, sondern die Zeit nutzen, mal ganz was anderes zu tun. Und so bin ich dann auf die Idee gekommen, diese Pilgerreise zu machen - also gewissermaßen zu meinem Glück gezwungen.

Warum ausgerechnet den Jakobsweg?

Das war wirklich purer Zufall, dass ich auf den Jakobsweg gekommen bin. Ich wusste natürlich, dass Santiago de Compostela ein Pilgerort ist. Was ich allerdings nicht wusste ist, dass man weit über 800 Kilometer laufen kann, um diesen Pilgerort zu erreichen. Das habe ich wirklich erst aus einem Buch erfahren, was ich zufällig in einer Buchhandlung gefunden habe, und so habe ich mich dann entschlossen, den Jakobsweg zu laufen. Ich hätte auch gerne die Umrundung des Kalaish (in Tibet) gemacht – das ist dieser berühmte buddhistische Pilgerweg. Aber das habe ich damals für mich ausgeschlossen, und schließe ich auch heute aus, weil ich da einfach physisch an meine Grenzen stoße.

Sie haben sicherlich interessante Menschen getroffen auf Ihrer Pilgerreise. Was suchen die Menschen dort?

Also das Schöne ist natürlich wenn sie pilgern, dass sie Menschen treffen, die sich mit den Fragen des Seins beschäftigen. Wenn sie einen alten Höhenweg wandern, dann treffen sie mehr oder weniger auf Wanderer, die die Natur genießen und das sind dann eben Touristen. Und so bleibt es dann doch meistens – oder so habe ich das zumindest erlebt, oberflächlich in der Begegnung. Wenn sie hingegen einen Pilgerweg laufen, dann treffen sie auf Menschen, die ein ganz essentielles Erlebnis machen wollen, die etwas ganz Entscheidendes in ihrem Leben verändern wollen, oder suchen.
Und insofern ist jede Begegnung gewissermaßen besonders, weil die Menschen in einer bestimmten Verfassung sind. Anders kann ich das gar nicht ausdrücken – und das macht es so besonders. Und ich hatte auch den Eindruck – das bleibt am Ende natürlich sehr subjektiv –, dass dieser Weg auch deshalb besonders ist, weil man spürt, dass in den letzten tausend Jahren halt Millionen von Menschen diesen Weg gegangen sind.

Und wenn sie dann beispielsweise durch dieses Tal der so genannten Steinmännchen laufen, wo also jeder Pilger sein eigenes Steinmännchen bauen soll, - und die meisten tun das – da wird ihnen bewusst, wie viele Menschen mit ihren Sehnsüchten, mit ihren Ängsten, mit ihren Wünschen eben durch diese Strapazen gegangen sind. Und insofern ist der Weg besonders.

© Simon & Schuster
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Was war Ihr persönliches Ziel dabei: eher spirituell, eher sportlich, oder eine Kombination von beidem?

Sportlich hat mich überhaupt nicht interessiert, und ich bin bis heute auch nicht zum Wanderer geworden. Ich musste mich auch jeden Tag aufs Neue wirklich aufraffen, um meine 20, manchmal 30 Kilometer Tagespensum bewältigen zu können. Was mich daran interessiert hat, war in der Tat die innere Einkehr und das, was durch diese ständige Fortbewegung passiert und dadurch, dass der Körper irgendwann auch gewissermaßen abgelenkt ist durch die Schmerzen, die man sich zufügt. Diese Schmerzen sind dann auch erträglich, da man weiß, was der Ursprung der Schmerzen ist, und insofern hat man im besten Fall die Chance, wirklich seinen Kopf zu entleeren und sich offen zu machen für etwas Neues.

Haben Sie dabei auch wirklich den Weg zu Gott oder zu etwas Spirituellem gefunden?

Das war mein Ziel. Ich bin und war ein gläubiger Mensch, hab aber vorher deutlich mehr gezweifelt, als ich das jetzt tue. Insofern würde ich sagen, dass ich jetzt mehr Zuversicht habe, als ich das vorher hatte – und ich bin gewissermaßen im Glauben gestärkt. Ich habe das für mich als ein spirituelles Erlebnis eingeordnet, aber ein anderer Mensch mag Ähnliches oder Gleiches erleben und das ganz anders einordnen. Das bleibt natürlich subjektiv, aber für mich war das ein spirituelles Erlebnis.

Wie würden Sie den Erfolg des Buches in Deutschland erklären?

Ich hab keine Ahnung. Es ist mir bis jetzt ein Rätsel. Dieses Buch ist durch einen Zufall entstanden. Ich hatte nie vor, es zu veröffentlichen. Ich habe mich in einem privaten Gespräch mit (Talkshowhost) Sandra Maischberger verquatscht und hab so erzählt am Rande, weil ein weiterer Gast da war, nämlich (extrem Bergsteiger) Reinhold Messner, und der redete von einer Bergtour – und irgendwann sprudelte aus mir heraus "ich bin gepilgert!"

Und dann guckte mich Sandra Maischberger an und sagte: "Wie, gepilgert, was kann man darüber im Fernsehen reden?" Und dann sagte ich: "Auf gar keinen Fall – das ist zu privat, das möchte ich nicht."

Und dann habe ich mich doch bequatschen lassen, habe darüber gesprochen, und daraufhin kam dann die Anfrage des Pieper-Verlages. Denen habe ich dann mein Tagebuch, so wie es ursprünglich war, geschickt. Die wollten es dann veröffentlichen, fünf Jahre nach dem ich gelaufen war. Dann wurde das Ganze nochmal von mir überarbeitet, und dann wurde es veröffentlicht.

Dann hatten aber die Vertreter des Verlages das große Problem, dass überhaupt keine Buchhandlung dieses Buch haben wollte, weil die alle sagten: "Ja also der Name Kerkeling ist an sich prima, und der kann sicher das ein oder andere Buch verkaufen, aber nicht zu dem Thema, dazu haben wir keinerlei Verwendung, und das interessiert uns eigentlich nicht."

Die Erstauflage war dennoch relativ Stolz – knapp 30,000 – und ab 30,000 gilt ein Buch in Deutschland zumindest als ein Bestseller. Das Einzige was wir hatten war der Vorabdruck eines Kapitels in der "Zeit", und aufgrund dieses Artikels und eines kurzen Interviews, wo ich auch noch verrissen wurde im "Spiegel", war dann bereits am ersten Tag die Erstauflage vergriffen. Und dann wurde nachgedruckt bis es etwa 3 Millionen (verkaufte Exemplare) wurden.

Also insofern hab weder ich damit gerechnet noch der Verlag. Ich hab eigentlich damit gerechnet, dass die Kritik mich versenken wird und dass vielleicht 5000 Menschen sagen "abstruses Thema, aber ich les es mal."

Und ich hab eine vielleicht etwas fiese Frage …

106 Kilo...

Nein ich hab eine Frage bezüglich Humor. Die Engländer haben ja Ihren eigenen, sehr bekannten Humor und die Amerikaner ja auch zum Teil. In England und USA gelten die Deutschen hingegen ja leider oft als "humorlos" - als eher trocken. Glauben Sie, dass ist einfach ein fieses Vorurteil, oder ist da irgendetwas dran?

Ist das ein fieses Vorurteil? Ja natürlich ist das am Ende ein fieses Vorurteil. Die Deutschen haben sehr viel Humor. Und gerade internationale Künstler, egal woher sie kommen - aus den Vereinigten Staaten oder Frankreich, oder Italien – wenn die nach Deutschland kommen, schwärmen eigentlich alle ausnahmslos vom deutschen Publikum. Und das sagen sie auch dann, wenn sie in anderen Ländern danach gefragt werden. Also denen geht es nicht darum, dem deutschen Publikum Honig um den Mund zu schmieren, sondern die loben das deutsche Publikum dafür, dass die Deutschen bereit sind mitzugehen, Freude zu haben, zu lachen, und von daher würde ich sagen, die Deutschen haben sehr viel Humor.

Wenn ich allerdings meine eigenen Landsleute mal so beobachte, dann bewegen wir uns halt etwas kantiger, als sagen wir mal die Italiener. Unsere Sprache ist nicht unbedingt einfach – so schön sie auch ist, ich liebe sie – aber für jemanden, der die Sprache nicht spricht, klingt sie, glaube ich, doch eher hart. Deswegen bemühe ich mich manchmal, alles weich auszusprechen, dass es irgendwie romanischer oder angelsächsischer klingt. (Kerkeling's sanfter Tonfall fällt in der Tat im Laufe dieses Gespräches auf...)

Also in gewisser Weise stimmt dieses Vorurteil natürlich so, wenn man den ersten Eindruck hat. Aber wenn man tiefer geht wird man feststellen, dass die Deutschen eine Menge Humor haben. Jeder Mensch hat Humor (lacht). Und da die Deutschen Menschen sind, haben sie Humor.

Könnten Sie auch andere lustige Deutsche Entertainer nennen? Wen finden Sie mit am humorvollsten?

Also ich finde ganz viele meiner Kollegen toll. Also die Mehrheit meiner Kollegen finde ich klasse, mit ganz wenigen Ausnahmen, wo ich persönlich sagen würde „das entspricht nicht meinem Geschmack“. Wobei ich anerkennen muss, dass es handwerklich gut gemacht ist.

Premiere "Horst Schlämmer - Isch kandidiere!" (c) dpa-Bildfunk
Hape Kerkeling als Horst Schlämmer bei der Premiere des Films "Horst Schlämmer - Isch kandidiere!" im August 2009 in Berlin
(© dpa-Bildfunk)

Und nun zu (ihrer fiktiven Figur) Horst Schlämmer. Die "Zeit" hatte einen interessanten Artikel kürzlich, wo Horst Schlämmer erwähnt wurde, und ihr Motto "Yes Weekend", anlehnend an "Yes We Can"“ von (US Präsident Barack) Obama. Haben Sie aus USA da schon irgendein Feedback bekommen?

Wir sind ja mit dem Film ("Isch Kandidiere" in der "New York Times" gelandet, und dem "Examiner". Und ich weiß nicht wer alles über diesen kleinen, netten deutschen Film berichtet hat. Das hat mich zwar gefreut, aber doch sehr überrascht, dass das solche Wellen schlagen würde. Das hat aber wahrscheinlich auch damit zu tun, dass man den Deutschen unterstellt, sie hätten keinen Humor, und das stimmt einfach nicht.

Also die haben fast überrascht darüber berichtet?

Na ja, also auch "Le Monde" hat beispielsweise geschrieben, dass sie eben überrascht seien, dass die Deutschen soviel Humor hätten, dass sie mit einer solchen Figur umgehen können. Da habe ich gedacht, tja, wie stellen sich manchmal unsere Nachbarn oder unsere Partner in der Welt uns so klischeehaft vor? Das fand ich dann schon überraschend. Aber wenn dann dieses Vorurteil widerlegt wird ist das natürlich schön.

War es denn Humor, der da dem Horst Schlämmer und diesem Film zu Grunde liegt, oder war es vielleicht auch Kritik an den Politikern – dass die alle gleichförmig sind, leicht zu kopieren sind?

Das, was ich mache, ist in erster Linie, und vor allem, unterhaltsam. Und darum geht es mir. Wenn dann noch etwas anderes rüberkommt, dann ist mir das recht. Aber es geht nicht um eine Kritik an Politikern grundsätzlich. Es ist eine Parodie auf den deutschen Wahlkampf und auf Wahlkämpfe insgesamt, die halt reduziert werden müssen auf bestimmte Slogans, weil in der heutigen Welt halt komplexe Zusammenhänge unter Umständen auch gar nicht mehr von den Menschen aufgenommen werden können. Und insofern ist das eher eine Parodie auf diese Zustände und nicht wirklich eine schwere Kritik an Politikern – die haben genug zu tun.

Also nicht, weil Sie die deutsche Politik zu langweilig finden?

Ich finde nicht, dass Politik zwingend spannend sein muss. Politik muss keinen Unterhaltungswert haben. Also darum geht es mir wirklich nicht. Aber es geht um Verständlichkeit … vielleicht auch um Kommunikationsmangel seitens der Politik, wenn es eine Kritik gibt.

Es gibt eine Umfrage in Deutschland wonach 18 Prozent der Bürger Schlämmer wählen würden.

Das würden sie natürlich nicht. Aber die haben sich einen Spaß daraus gemacht – das ist meine Interpretation der Dinge – bei so einer Umfrage einfach mal zu sagen, "Ach, weißt du was … nun schaun wir doch mal, wie die Politiker reagieren, wenn ich sage, ich wähle den Schlämmer!"

Ich denke, dass es vielmehr darum geht. Eine solche Partei würde auch niemals den Weg auf den Wahlzettel finden, und das ist auch gut so, weil es keine Partei ist (lacht). Das ist einfach ein kleiner Denkzettel. Das sollte man auch nicht zu ernst nehmen.

Aber das hat die ausländische Presse so aufgegriffen, so nach dem Motto: "Sind die Deutschen verrückt geworden?" (Kerkeling schmunzelt und schüttelt mit dem Kopf.)

Also die haben das zu ernst genommen?

Zum Teil war mein Eindruck, dass so manche Zeitung, die dann so eher auf den Skandal ausgerichtet war, das bewusst falsch berichtet hat, indem sie nämlich offen gelassen haben, ob diese Partei fiktiv ist oder real. Die haben das einfach so im Raum stehen lassen und das nicht wirklich aufgeklärt, so dass beim Leser der Eindruck entstehen sollte, dass es sich um eine echte Partei handelt, die eben diese abstrusen Forderungen stellt. Das ist natürlich Quatsch, das geht einfach gar nicht. So eine Partei würde nie zugelassen werden!

Hat die "New York Times" das gemacht?

Nein, die "New York Times" hat das nicht so geschrieben. Aber das haben mehrere niederländische Zeitungen und einige französische Zeitungen geschrieben.

Waren sie schon in den USA?

Oft.

Und gefällt es ihnen in Amerika, haben Sie bestimmte Lieblingsecken?

Ich liebe Amerika. Ich liebe Amerika. Lieblingsecken in den USA würd ich gar nicht sagen. Für mich ist es immer wieder spannend und wenn ich nach Amerika komme … fühle mich dann zurückversetzt in die Zeit als ich 15, 16 war und auf dem Gymnasium begeistert Englisch gelernt habe, wo es viel um die amerikanische Geschichte ging. Und insofern finde ich das auch ganz erfrischend, hier zu sein.

Und finden Sie die Amerikaner auch lustig?

Ich finde schon, dass die lustig sind. Also, dass die Humor haben, da bin ich mir ganz sicher. Jeder ist ja hier immer sofort bereit, in einem Gespräch auch immer einen Gag loszulassen oder eine Pointe zu setzen.

Haben sie Lieblings-Entertainer in den USA?

Entertainer jetzt nicht unbedingt, aber Woody Allen finde ich einfach großartig. Und das ist auch für mich so das Nonplusultra. Der ist einfach unschlagbar.

Haben sie "Vicky Christina Barcelona" gesehen?

Ja, und ich finde, also für mich subjektiv, das ist fast sein bester Film – ein toller Film.

Zurück zu dem Buch: Sie erhoffen sich sicherlich einen Erfolg damit Amerika. Glauben Sie, dass das auch viele Leute hierzulande ansprechen wird? Würden Sie vielen Amerikanern so eine ähnliche Pilgerreise empfehlen?

Grundsätzlich ist das so, dass viele Amerikaner pilgern. Als ich damals auf dem Pilgerweg war, waren so etwa 10 bis 15 Prozent der Pilger Amerikaner.

Ob das Buch ein Erfolg wird in den Vereinigten Staaten, keine Ahnung, durchaus möglich, weil die Amerikaner sich doch sehr für Spiritualität interessieren und da sehr offen sind für solche Themen. Also insofern ist es vorstellbar.

Aber allein die Tatsache, dass es in den Vereinigten Staaten veröffentlicht wurde, ist für mich schon Anlass zu großer Freude. Und wie viele Bücher da am Ende verkauft werden – ich will nicht sagen, dass ist mir egal, aber es hat nicht so einen hohen Stellenwert. Ich bin einfach begeistert – und jeden dritten Tag denke ich, "unglaublich das ist das Buch, es ist veröffentlicht, es ist übersetzt!" - und stehe staunend davor!

Hans Peter - "Hape" - Kerkeling, wurde 1964 in Recklinghausen geboren. Er arbeitete für verschiedene Rundfunkanstalten, unter anderem für den WDR. Den Durchbruch schaffte Kerkeling bereits mit 19 Jahren 1984/85 in der Ulk-Show "Känguru". Es folgten Gastauftritte und Sketche in der Radio Bremen-Sendung "Extratour". 1989 gelang Kerkeling mit seiner medienkritischen Show "Total Normal" ein wegweisendes Comedy-Format, für das er mit vielen Preisen wie der Goldenen Kamera, dem Adolf Grimme-Preis oder dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. 1992 erschien Kerkelings erster Kinofilm „Kein Pardon“, für den er gleichzeitig als Regisseur und Schauspieler tätig war und an dessen Drehbuch er mitschrieb. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre arbeitete Kerkeling wieder für die ARD und moderierte. Kult-Status genießt sein Film "Club Las Piranjas" aus dem Jahr 1995. Im April und Mai 2006 moderierte er zusammen mit Nazan Eckes die RTL-Show "Let's Dance". Kerkeling geht nun auch – zumindest als Horst Schlämmer – in die Politik in seinem neuen Film, "Isch Kandidiere".

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