Friends Always - Spirit of Freedom erinnert in Puerto Rico an Luftbrücke

Vor der "Spirit of Freedom" Vor der "Spirit of Freedom"(v.l.): Charles Vanderburg, Luftbrückenveteran; Tim Chopp, Präsident der Berlin Airlift Historical Foundation; Merrilee Carlson, Präsidentin Families United for our Troops and their Mission; Captain Melvin Bouboulis, Kommandant des Stützpunktes der US Coast Guard in Aguadilla; Georg Schulze Zumkley, Deutsche Botschaft Washington DC (© Georg Schulze Zumkley)

Die Motoren der C-54 dröhnten über dem Türkisblau der Karibik, als die Spirit of Freedom sich am Sonntag, dem 26. April 2009, auf den Heimweg machte. Fünf Tage lang war die historische Transportmaschine, die 1948/49 während der Luftbrücke Kohle nach Berlin geflogen hatte, auf der Basis der US Coast Guard in Aguadilla, Puerto Rico, zu Besuch.

Bis in die siebziger Jahre war Aguadilla ein Stützpunkt der US Air Force, stationiert waren hier zeitweise B-52 Nuklear-Langstreckenbomber. Aber von Aguadilla aus machte sich 1948 auch eine Einheit auf, um Karibik und Atlantik zu überqueren und den Berlinern zur Hilfe zu eilen, die im von den Sowjets blockierten Berlin nicht wussten, wie lange sie genug für die tägliche Mahlzeit haben würden.

Einmal im Jahr kommen seitdem in Aguadilla die Mitglieder der Ramey Air Force Base Historical Foundation zusammen. Zu ihrem Treffen hatten sie den Piloten Tim Chopp mit seiner C-54 Spirit of Freedom eingeladen. Als Präsident der Berlin Airlift Historical Foundation hat Chopp den Rosinenbomber eigenhändig restauriert und zu einem fliegenden Museum ausgebaut.

Er selbst nannte den Grund, warum er mit seiner Crew die lange Reise angetreten hatte, bei der er auf der letzten Etappe allein sechs Stunden von Orlando, Florida nach Aguadilla, Puerto Rico geflogen war: "Wir wollen die Veteranen und vor allem die Opfer der Luftbrücke ehren. Und wir wollen die Erinnerung wach halten an die Berliner Luftbrücke, eine der größten humanitären Leistungen in der Geschichte." Hunderte, vor allem junge Besucher bestaunen in diesen Tagen die Maschine.

Die Leistung der "Rosinenbomber" und die 31 amerikanischen Opfer der "Operation Vittles" würdigte bei einer Feierstunde, während der die US-Organisation Families United auch der Puertoricaner gedachte, die als Angehörige der US-Streitkräfte in Afghanistan und Irak gefallen sind, Georg Schulze Zumkley. Er leitet an der deutschen Botschaft in Washington DC die Kampagne "Friends Always" zum 60. Jubiläum der Berliner Luftbrücke.
Blick aus der "Spirit of Freedom" auf einen Regenbogen über der Karibik Blick aus der "Spirit of Freedom" auf einen Regenbogen über der Karibik (© Georg Schulze Zumkley) "Noch heute können uns die Frauen und Männer der Luftbrücke inspirieren. Sie zeigen uns, dass es mit Standhaftigkeit und Opferbereitschaft, mit Freiheitswillen und mit der Hilfe von Freunden möglich ist, den Lauf der Geschichte zu bestimmen, auch wenn ein Unterfangen hoffnungslos scheinen mag."

Die Motoren der C-54 dröhnen kraftvoll, als die Spirit of Freedom sich am Sonntag, dem 26. April 2009 von Puerto Rico aus auf den Heimweg gen Festland macht. Als die Spirit of Freedom in eine Wolkenbank fliegt, schüttelt eine Turbulenz die Maschine gehörig durch. Doch es klart auf. Tim Chopp deutet nach vorne: durch sein Pilotenfenster scheint ein Regenbogen in all seiner Farbenpracht. 

Informationen über das 60. Jubiläum der Berliner Luftbrücke - www.Germany.info/Airlift
Berlin Airlift Historical Foundation - www.spiritoffreedom.org
Ramey Air Force Base Historical Foundation - www.rameyafb.org
Families United for our Troops and their Mission -  www.familiesunitedmission.com

Friends Always - Spirit of Freedom in Puerto Rico

"Spirit of Freedom" im USCG Hangar