Einbürgerung in die deutsche Staatsangehörigkeit (§§ 13, 14 StAG)

Fussball-Fans bilden mit farbigen Folien eine deutsche Flagge (c) picture alliance/dpa

Einbürgerung in die deutsche Staatsangehörigkeit (§§ 13, 14 StAG)

Nachfolgend finden Sie Informationen zu den verschiedenen Einbürgerungsverfahren auf Grundlage der §§ 13, 14 StAG.

Einbürgerung ehemaliger Deutscher

Einbürgerungsurkunde Bild vergrößern (© picture-alliance) Eine Einbürgerung in die deutsche Staatsangehörigkeit setzt grundsätzlich voraus, dass der Einbürgerungsbewerber seinen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland hat. Das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln als zuständige Staatsangehörigkeitsbehörde für alle Bewerber mit Auslandswohnsitz, prüft, ob eine Einbürgerung trotz Auslandsaufenthalts möglich ist. Wenn Sie früher die deutsche Staatsangehörigkeit besessen haben, können Sie nach § 13 des Staatsangehörigkeitsgesetzes eingebürgert werden, wenn ein öffentliches Interesse an Ihrer Einbürgerung besteht. Gleiches gilt auch für Ihre minderjährigen Kinder.

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Einbürgerung ehemaliger Deutscher, die nach dem 31.12.1999 die deutsche Staatsangehörigkeit verloren haben

Einbürgerungsurkunde Bild vergrößern (© picture-alliance) Seit dem 01.01.2000 haben zahlreiche Deutsche die deutsche Staatsangehörigkeit verloren, da sie versäumt haben, rechtzeitig vor dem Antragserwerb einer fremden Staatsangehörigkeit eine Beibehaltungsgenehmigung (BBG) zu erhalten. 

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Einbürgerung von vor dem 01.01.1975 ehelich geborenen Kindern mit deutscher Mutter und ausländischem Vater

Kinder Bild vergrößern (© colourbox) Kinder, die vor dem 01.01.1975 ehelich geboren worden sind, eine deutsche Mutter und einen ausländischen Vater haben, haben nicht die deutsche Staatsangehörigkeit mit Geburt erworben. Zwischen 1975 und 1977 konnte für diese Kinder eine Erklärung abgegeben werden, mit der die deutsche Staatsangehörigkeit erworben wurde. In den meisten Fällen ist dies nicht erfolgt. 

Das Bundesverwaltungsamt informiert in einem Merkblatt über die Einbürgerungsmöglichkeiten für diese Personengruppe.

Merkblatt des Bundesverwaltungsamts

Antragsformular

Verfahrensfragen (Bearbeitungszeiten, Formvorschrfiten, Termine, u.a.)

Einbürgerung von vor dem 01.07.1993 nicht-ehelich geborenen Kindern mit deutschem Vater und ausländischer Mutter

Kinder Bild vergrößern (© colourbox) Kinder, die vor dem 01.07.1993 nicht-ehelich geboren worden sind, einen deutschen Vater und eine ausländische Mutter haben, haben nicht die deutsche Staatsangehörigkeit mit Geburt erworben. Seit 1998 konnten diese Kinder vor Vollendung des 23. Lebensjahres eine Erklärung abgeben, die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben zu wollen. In vielen Fällen wurde davon kein Gebrauch gemacht.

Das Bundesverwaltungsamt informiert in einem Merkblatt über die Einbürgerungsmöglichkeiten für diese Personengruppe.

Merkblatt des Bundesverwaltungsamts

Antragsformular

Verfahrensfragen (Bearbeitungszeiten, Formvorschriften, Termine, u.a.)

Einbürgerungstest

Test Bild vergrößern Test computer key (© colourbox) Hinweis zum bundeseinheitlichen Einbürgerungstest:

In manchen Fällen wird die Ablegung eines Einbürgerungstests erforderlich.

Der Gesamtfragenkatalog des Tests ist auf der Website des Bundesministeriums des Innern abrufbar. Von 33 ausgewählten Fragen sind 17 richtig zu beantworten. Der Test kann im Bedarfsfall zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden.

Informationen des Bundesministeriums des Innern zum bundeseinheitlichen Einbürgerungstest  

Rückkehr nach Deutschland mit Visum

Visa Bild vergrößern (© ) Alternativ zu einer Einbürgerung kann eine Rückkehr nach Deutschland mit einem Visum in Betracht kommen. Aufgrund der Bearbeitungszeiten von 2-3 Jahren für Einbürgerungsanträge kann ein Daueraufenthaltsvisum für Deutschland von Vorteil sein, da hierfür die Bearbeitungszeiten deutlich kürzer sind. Weitere Informationen finden Sie hier .

Nach den Bestimmungen des § 38 Abs. 2 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) kann ehemaligen deutschen Staatsangehörigen eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden, sofern sie über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen.

Nach § 41 Aufenthaltsverordnung (AufenthV) können amerikanische Staatsangehörige für einen längerfristigen Aufenthalt in Deutschland ein Visum auch innerhalb von drei Monaten nach Einreise nach Deutschland beantragen. Eine vorherige Kontaktaufnahme mit der zuständigen Ausländerbehörde wird dennoch dringend empfohlen.