Erbangelegenheiten

Das US-amerikanische Erbrecht und das deutsche Erbrecht unterscheiden sich grundlegend voneinander. So sieht das deutsche Erbrecht vor, dass der Nachlass einer Person bei deren Tod unmittelbar auf den oder die Erben übergeht, während dies dem US-amerikanischen Recht fremd ist. Ein Tätigwerden der deutschen Auslandsvertretungen in den USA ist vor allem in den Fällen vorgesehen, in denen der oder die Verstorbene, im Deutschen Erblasser genannt, Vermögensgegenstände in der Bundesrepublik Deutschland hinterlassen hat und/oder deutscher Staatsangehöriger war.

Wichtige Änderungen hinsichtlich des auf Erbfälle anwendbaren Rechts (EU-ErbVO) [pdf, 322.7k]

Grabtrauer

Nachlass in Deutschland

Zum Nachweis, wer Erbe geworden ist, dient der Erbschein, den das zuständige Nachlassgericht in Deutschland auf Antrag eines Erben oder mehrerer Miterben ausstellt. Durch den Antrag auf Ausstellung eines Erbscheins gibt der Erbe zu erkennen, dass er die Erbschaft angenommen hat. In manchen Fällen, so zum Beispiel, wenn der Nachlass überschuldet ist, kann es jedoch ratsam sein, die Erbschaft nach dem Erblasser auszuschlagen. Hierfür muss der Erbe innerhalb einer bestimmten Frist dem Nachlassgericht gegenüber erklären, dass er die Erbschaft ausschlägt. Wer die Erbschaft nicht innerhalb der Frist ausschlägt, ist Erbe geworden. Lesen Sie bitte die nachfolgenden Informationen zur Beantragung von Erbscheinen und zu Ausschlagungserklärungen.

Paragraph, Hammer, Waage, (c) picture-alliance/chromorange

Nachlass in den USA

Sollten Sie Erbe von Nachlass in den USA geworden sein, finden Sie hier allgemeine Informationen zum amerikanischen Nachlassverfahren. Bitte beachten Sie, dass die Mitwirkung der deutschen Auslandsvertretungen bei der Abwicklung eines Nachlasses in der Regel auf die Ermittlung der in Deutschland lebenden Erbbeteiligten beschränkt ist, denen sie auf Wunsch geeignete Anwälte vorschlagen, die das Vertrauen der jeweiligen Auslandsvertretung genießen.

Kugelschreiber und Tastatur auf Diagramm

Erbenermittlung

Bei in Deutschland anhängigen Nachlassverfahren ist es häufig erforderlich, bislang unbekannte Erben oder sonstige Angehörige der Verstorbenen zu ermitteln. Diese Aufgabe wird regelmäßig durch einen Nachlasspfleger oder durch ein von diesem beauftragtes Erbenermittlungsbüro übernommen, wobei die entstehenden Kosten zu Lasten des Nachlasses gehen. Bitte beachten Sie, dass es nicht zum gesetzlichen Auftrag einer Auslandsvertretung gehört, im Rahmen einer Erbenermittlung Unterstützung zu leisten.

Doppelbesteuerung: Nachlass, Erbschaft und Schenkungssteuern

Das "Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Nachlass-, Erbschaft- und Schenkungsteuern" zielt darauf ab, Doppelbesteuerung in den von dem Vertrag abgedeckten Bereichen zu vermeiden.

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