Gemeinsam stärker als der Terrorismus

03.01.2017

Neujahrsansprache von Bundeskanzlerin Merkel Bild vergrößern Neujahrsansprache von Bundeskanzlerin Merkel (© picture-alliance) Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum neuen Jahr zu Zuversicht und Vertrauen in die Demokratie aufgerufen. "2016 war ein Jahr schwerer Prüfungen", sagte die Kanzlerin in ihrer Neujahrsansprache. Demokratie, Rechtsstaat und die Werte des Landes seien "der Gegenentwurf zur hasserfüllten Welt des Terrorismus", betonte sie.

Staat tut alles für Sicherheit in Freiheit

Die schwerste Prüfung sei "ohne Zweifel der islamistische Terrorismus" gewesen, "der auch uns Deutsche seit vielen Jahren im Visier hat", so Merkel. Sie appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, dem Fanatismus entgegenzutreten: "Indem wir unserem Leben und unserer Arbeit nachgehen, sagen wir den Terroristen: Sie sind Mörder voller Hass, aber wie wir leben und leben wollen, das bestimmen nicht Sie. Wir sind frei, mitmenschlich, offen."

Die Kanzlerin versicherte: "Unser Staat tut alles, um seinen Bürgern Sicherheit in Freiheit zu gewährleisten." Dabei unterstrich Merkel, dass man den Sicherheitsbehörden im zurückliegenden Jahr "viel neue Unterstützung gegeben" habe. Für 2017 kündigte sie an, dass die Bundesregierung "dort, wo politische oder gesetzliche Veränderungen nötig sind, schnellstens die notwendigen Maßnahmen in die Wege leiten und umsetzen" werde.

Vertrauen in Europa und unsere Demokratie

Die Bundeskanzlerin warb zudem um Vertrauen in Europa. Wo Europa – wie im globalen Wettbewerb, beim Schutz der Außengrenzen oder der Migration – als Ganzes herausgefordert werde, müsse es auch als Ganzes die Antwort finden. "Wir Deutschen sollten uns niemals vorgaukeln lassen, eine glückliche Zukunft könne je im nationalen Alleingang liegen", bekräftigte Merkel.

"Zusammenhalt, Offenheit, unsere Demokratie und eine starke Wirtschaft, die dem Wohl aller dient: Das ist es, was mich für unsere Zukunft hier in Deutschland auch am Ende eines schweren Jahres zuversichtlich sein lässt", so die Kanzlerin.

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