Bayreuther Festspiele: Musiktheater auf dem Grünen Hügel

25.07.2017

Das Festspielhaus auf dem Grünen Hügel in Bayreuth präsentiert bis Ende August 30 Opern. Bild vergrößern Das Festspielhaus auf dem Grünen Hügel in Bayreuth präsentiert bis Ende August 30 Opern. (© Christof Stache/AFP/Getty Images) Richard Wagner hat Musikgeschichte geschrieben, die Oper revolutioniert und sich sein eigenes Festspielhaus gebaut: Die jährlich in Bayreuth stattfindenden Richard-Wagner-Festspiele zählen zu den wichtigsten kulturellen Ereignissen in Deutschland.

Festspiele beginnen mit einer Neuinszenierung

Die Festspiele eröffnen dieses Jahr mit einem Highlight: der Neuinszenierung der Oper "Die Meistersinger von Nürnberg". Der musikalische Leiter Philippe Jordan ist Musikdirektor der Pariser Oper und Chefdirigent der Wiener Symphoniker. Regie führt zum ersten Mal ein jüdischer Regisseur: der Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin, Barrie Kosky.

Die Oper feierte 1868 ihre Premiere. Sie ist, neben Wagners zahlreichen Werken tragischen Inhalts und mythologischen Ursprungs, eine heitere Oper. Zahlreiche Kinos übertragen die Premiere live und bieten zusätzlich Einblicke hinter die Kulissen der Bayreuther Festspiele.

Bis zum 28. August präsentieren die Festspiele insgesamt 30 Opernaufführungen. Dazu zählen in diesem Jahr auch Opern wie "Die Walküre", "Parsifal" und "Tristan und Isolde". Die vom Bund geförderten Bayreuther Festspiele werden in diesem Jahr aus dem Haushalt der Kulturstaatsministerin mit rund 2,5 Millionen Euro unterstützt.

Jedes Jahr ein Publikumsmagnet

Zur diesjährigen Eröffnung werden Wagner-Fans aus aller Welt erwartet: Für royalen Glanz sorgen das schwedische Königspaar Silvia und Carl Gustaf. Neben dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer lässt es sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel wie in den vergangenen Jahren nicht nehmen, am Eröffnungstag dabei zu sein. Kulturstaatsministerin Monika Grütters nimmt ebenfalls an der Premiere teil.

Wagner und sein Traum von einem Festspielhaus

1876 organisierte Wagner zum ersten Mal die Festspiele in der oberfränkischen Stadt. Schon damals erschienen viele seiner prominenten Bewunderer; darunter Kaiser Wilhelm I. und Friedrich Nietzsche. Wagner wünschte sich ein Theater, in dem er Musikdramen nach seinen Vorstellungen inszenieren konnte. Daraufhin ließ er 1872 das Festspielhaus bauen. Heute, über 140 Jahre nach den ersten Festspielen, leitet Wagners Urenkelin Katharina Wagner die Bayreuther Festspiele.

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