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Deutschland Nachrichten: Politik

09.05.2008

Polizeianoraks für die Verkehrspolizei Kabul – ein ungewöhnliches Projekt mit ungewöhnlichem Partner

Ein neues Projekt zeigt: Unterstützung für Polizeiaufbau in Afghanistan kann auf vielen Ebenen positiv wirken. Der Auftrag für die neuen Anoraks der Verkehrspolizei in Kabul unterstützt ein kleines lokales Unternehmen, fördert berufstätige Frauen und sichert das Einkommen von Witwen. 

Die afghanische Verkehrspolizei braucht geeignete Ausstattung, um ihre Arbeit gut erledigen zu können. Dazu gehört beispielsweise adäquate Kleidung. Wichtig für Verkehrspolizisten ist, dass ihre Jacken wetterfest, robust und von weither sichtbar sind. Die Bundesregierung bemüht sich, durch ihre Unterstützung für den Wiederaufbau in Afghanistan lokale Unternehmen zu stärken. Auch so kann nachhaltige Wirkung erzeugt werden.

Polizeianoraks: Auftrag für afghanisches Kleinunternehmen

Ende April hat das Deutsche Polizei-Projektteam in Kabul einen Großauftrag zur Herstellung von 1.300 Polizeianoraks an das afghanische Unternehmen „Concord Woman Kunduz“ (CWK) vergeben. Mit der Geschäftsführerin, Frau Mahboba Haider, wurde ein Liefervertrag geschlossen. Sie wird die Anoraks bis zum Herbst in Kunduz in ihrer Fabrik produzieren und ausliefern. Hauptkommissar Lienhard und Kriminaldirektor Hauber, die das Projekt initiiert haben, sind von Schnitt und Qualität des Musters begeistert. Kein Wunder, sind die Jacken doch nach dem bewährten Vorbild deutscher Polizeianoraks geschnitten!

Ein von Frauen geführtes Unternehmen Mit dem Auftrag in einem Gesamtumfang von 55.000 Euro sind die Auftragsbücher von CWK wieder gefüllt und der Fortbestand für dieses Jahr gesichert. In dem Unternehmen, dessen Gründung von internationalen Partnern gefördert wurde, sind 73 Personen beschäftigt – ungewöhnlich für Afghanistan: es sind fast ausnahmslos Frauen, die hier arbeiten. Selbst die Leitung liegt bei einer Frau, der tatkräftigen Mahboba Haider. In der Fabrik arbeiten viele Witwen von afghanischen Polizisten; das Projekt hilft so auch bei der Daseinsfürsorge, die der afghanische Staat nicht leisten kann.

Bewährte Zusammenarbeit

Bereits in der Vergangenheit hat das Projektteam für den Polizeiaufbau in Afghanistan erfolgreich mit CWK kooperiert. Viele afghanische Polizisten tragen qualitativ hochwertige Warnwesten aus dieser nicht alltäglichen Produktionsstätte und etliche haben an Alphabetisierungskursen teilgenommen, die ebenfalls zum Dienstleistungsangebot von CWK gehören.

Lesen Sie mehr zum Engagement Deutschlands in Afghanistan!

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung!

Warum sich Deutschland in Afghanistan engagiert? Finden Sie Antworten auf diese und andere Fragen auf den Seiten des Auswärtigen Amtes!

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Redaktion: Georg Schulze Zumkley
dn@germany-info.org

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