Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

#SisterCityThursday: Arnsbach und Bay City

Orangerie im Hofgarten

Orangerie im Hofgarten, © Stadt Ansbach

11.04.2018 - Artikel

Bay City (https://www.baycitymi.org/) ist die Stadt, mit der Ansbach am längsten eine internationale Freundschaft pflegt, nämlich bereits seit dem Jahr 1961.

Die amerikanische „sister city” liegt im US-Bundesstaat Michigan, in der Saginaw-Bucht des Huronsees. In und um Bay City sind zahlreiche Auswanderer aus Franken sesshaft geworden. Sie verließen ihre Heimat vor allem zwischen 1800 und 1900. In der Gegend von Bay City kam es dabei zu Gründungen von vorwiegend deutschsprachigen Dörfern, zum Beispiel Frankenmuth und Frankenlust. Alte Verwandtschaftsbeziehungen führen Besucher aus Bay City und seiner Umgebung immer wieder in die Region Ansbach und umgekehrt.

Eingerahmt von dem Naturpark Frankenhöhe und der Ferienregion des Fränkischen Seenlands hat die deutsche Partnerstadt Ansbach in Bayern mit seinen 40.000 Einwohnern fast alles zu bieten.

Als ehemalige Residenz der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach hat das Adelsgeschlecht der Hohenzollern die Stadt im wesentlichen geprägt. Die Kulisse des Schlosses, der Hofgarten mit der markgräflichen Orangerie und die Vielzahl barocker Gebäudefassaden dominieren das Stadtbild. Die historische Altstadt mit seinen Sehenswürdigkeiten beherbergt allerlei geschichtliche Schätze, die bei einem Rundgang, sowie bei einem Besuch im Markgrafen-Museum ersichtlich werden. 

Die glanzvollen Spuren der Vergangenheit zeigen sich aber noch an vielen anderen Stellen. Bei einer Stadtführung durch die Altstadt mit ihrem geschlossenen historischen Stadtbild erfährt man viel über die 1250 Jahre lange, wechselvolle Geschichte der Residenzstadt. Der Rundgang führt vorbei an barocken Fassaden und durch versteckte Innenhöfe im Renaissancestil. Weitere Stationen sind der Stadtfriedhof mit dem Grab des berühmten Kaspar Hauser, die Fürstengruft mit 25 Sarkophagen und die barocke Synagoge.

In Ansbach kommen aber nicht nur kulturinteressierte Gäste, sondern auch Radfahrer und Wanderer auf ihre Kosten: Wanderer können auf acht Rundwanderwegen von 9 bis 30 km die Umgebung um Ansbach erkunden oder eine Mehrtagestour auf dem Europäischen Wasserscheideweg unternehmen. Radfahrer auf dem Burgenstraßenradweg oder dem nahe gelegenen Altmühlradweg legen gerne einen Zwischenstopp in der Residenzstadt ein.

Nicht verpassen sollte man die Rokoko-Festspiele vom 29. Juni bis 3. Juli 2018. Wenn sich die Dämmerung über den Hofgarten senkt, kostbare Stoffe rascheln und die Hoffräulein ihre vornehme Blässe, gepuderte Perücken und Reifröcke präsentieren, erwacht das 18. Jahrhundert vor historischer Kulisse zu neuem Leben. Später am Abend spiegelt sich dann das bunte Feuerwerk in den schier zahllosen Fenstern der Orangerie. Eine zauberhafte Szenerie, die den Glanz vergangener Zeiten erahnen lässt.

Ein Fest für die Ohren und gute Laune garantiert gibt es bei den Ansbach Open. Ein ganzes Wochenende lang vom 20. bis zum 22. Juli werden in der Reitbahn musikalische Highlights deutsch-sprachiger Musiker unter freiem Himmel präsentiert.

Vom 29. Juli bis 5. August 2018 werden bei den Kaspar-Hauser-Festspielen künstlerische und wissenschaftliche Beiträge zu Kaspar Hauser, dem berühmten Findelkind Europas, gebündelt. Hochkarätige Vorträge, Stadtführungen, eine symphonische Dichtung, Kunstausstellungen und Filmvorführungen garantieren ein einzigartiges Programm.

Am 10. September können die Besucher bei der Grünen Nacht die einmalige Stimmung erleben, wenn Ansbach im grünen Licht erstrahlt. Für Kulturhungrige stehen einige Sehenswürdigkeiten zur Besichtigung offen. Das Thema Grün durchzieht den ganzen Abend und so überraschen im Rahmenprogramm viele grüne Aktionen. Zahlreiche Stände bieten unter freiem Himmel unterschiedliche Kreationen an - vom grünen Cocktail bis zur grünen Zuckerwatte. Auf mehreren Bühnen in der Altstadt gibt es dazu Livemusik verschiedener Stilrichtungen, die beste Stimmung bis Mitternacht garantiert.

Eingebettet zwischen barocken Fassaden und den beiden großen Kirchen bietet der Fränkische Weihnachtsmarkt Ansbach (29. November bis 24. Dezember 2018) eine stimmungsvolle und unverwechselbare Kulisse. Hier lassen sich in den Adventswochen nicht nur Glühwein und Lebkuchen unter der eindrucksvollen Weihnachtspyramide genießen, sondern auch beim Bummel über den Markt viele weihnachtliche „Ansbach-Produkte“ entdecken.


nach oben