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Geburt eines Kindes

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Welche Staatsangehörigkeit hat unser Kind?

Als Kind mindestens eines deutschen Elternteils hat Ihr Kind durch Geburt automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit erworben. Weitere Schritte zur Registrierung oder Bestätigung der deutschen Staatsangehörigkeit sind nicht erforderlich. Durch Geburt in den USA hat Ihr Kind zusätzlich zur deutschen auch die amerikanische Staatsangehörigkeit erworben. Eine spätere Entscheidung zwischen seinen beiden Staatsangehörigkeiten ist nicht erforderlich. Ihr Kind wird somit dauerhaft beide Staatsangehörigkeiten innehaben.

Bitte beachten Sie auch die Regelungen des § 4 Abs. 4 des deutschen Staatsangehörigkeitsgesetzes (StAG)

Was müssen wir tun, um für unser Kind ein deutsches Ausweisdokument zu erhalten?

Sie können für Ihr Kind einen Kinderausweis und/oder einen deutschen Reisepass beantragen. Informationen zu den erforderlichen Unterlagen und das Antragsformular finden Sie unter dem Navigationspunkt Pass.

Falls Sie als Eltern über keinen gemeinsamen Familiennamen verfügen, müssen Sie vor der Passantragsstellung zunächst eine Namenswahl für Ihr Kind treffen. Lesen Sie mehr unter Namensrecht.

Den amerikanischen Reisepass für Ihr Kind beantragen sie bitte beim US Passport Center.

Wie können wir für unser Kind eine deutsche Geburtsurkunde beantragen?

Eine Bemerkung vorab: Die amerikanische Geburtsurkunde reicht für die Beantragung eines deutschen Ausweisdokuments (z.B. Pass oder Kinderausweis) völlig aus. Es besteht für Sie somit keine Verpflichtung, eine deutsche Geburtsurkunde zu beantragen. Sollten Sie für Ihr Kind eine deutsche Geburtsurkunde wünschen, können Sie bei uns eine förmliche Geburtsanzeige erstatten, die wir an das für Deutsche mit Auslandswohnsitz zuständige Standesamt I in Berlin weiterleiten. Dort wird nach einer Bearbeitungszeit von bis zu einem Jahr -in Einzelfällen auch länger- eine deutsche Geburtsurkunde ausgestellt.

Welche Unterlagen sind für die Beantragung einer deutschen Geburtsurkunde erforderlich?

Neben dem ausgefüllten Formular werden beglaubigte Kopien der folgenden Dokumente benötigt:

  • amerikanische Geburtsurkunde des Kindes
  • da in einigen US-Geburtsurkunden nur das County als Geburtsort eingetragen ist, was leider in Deutschland nicht akzeptiert wird, wird in diesen Fällen zusätzlich ein „proof of birth-letter“ des Krankenhauses benötigt
  • Heiratsurkunde der Eltern
  • Reisepässe der Eltern, bei Ausländern Aufenthaltstitel (Visum/Green Card)
  • Geburtsurkunde der Mutter und des Vaters
  • bei nichtehelicher Geburt zusätzlich ein Nachweis einer wirksamen Vaterschafts-anerkennung,

Die mitgebrachten Kopien können von einem „notary public“ beglaubigt sein („certified copy“) oder bei Vorlage der Originale gegen Gebühr auch in der Botschaft für Sie beglaubigt werden.

Im Einzelfall können weitere Urkunden erforderlich sein.

Die korrekte Adresse für die Übersendung der Unterlagen ermitteln Sie über den Konsulat-Finder

Die Gebühren für die Beurkundung der Geburt und die Ausstellung beantragter Geburtsurkunden werden je nach Bundesland festgesetzt und können daher unterschiedlich sein. Das Standesamt I in Berlin wird voraussichtlich folgende Gebühren erheben:

Die Gebühr für die Eintragung im Geburtenregister beträgt 60,- €. Dieser Betrag erhöht sich um 20,- €, wenn ausländisches Recht zu beachten ist. Die Gebühren betragen zur Zeit für eine Geburtsurkunde 10,- €, für jede weitere und gleichzeitig bestellte Ausfertigung der gleichen Urkunde 5,- €. Die Beurkundung erfolgt nur nach Vorkasse, die Antragsteller erhalten dafür nach Antragstellung eine entsprechende Benachrichtigung mit den erforderlichen Kontodaten.

Bei der Botschaft fallen Gebühren an, zahlbar in bar zum jeweiligen Tageswechselkurs in USD oder per Kredikarte, für die Beglaubigung der Fotokopien der Unterlagen (10,- € ) und für die Beglaubigung der Unterschriften (bis 25,- €) Aufgrund der nach wie vor zunehmenden Antragszahlen bitten wir um Verständnis, dass die Bearbeitungszeit bei Einschaltung des Standesamtes I in Berlin bis zu 2 Jahren betragen kann.
Das Standesamt I in Berlin bemüht sich auch weiterhin, den Service, englischsprachige Personenstandsurkunden ohne deutsche Übersetzung zu akzeptieren, aufrecht zu erhalten

Häufig gestellte Fragen: Geburt eines Kindes im Ausland

Antrag auf Beurkundung einer Auslandsgeburt im Geburtenregister

Wir als Eltern sind nicht miteinander verheiratet, welche Besonderheiten müssen wir beachten?

In den USA wird im Falle der Geburt eines Kindes einer nicht verheirateten Mutter der Name des Vaters in die Geburtsurkunde nur dann eingetragen, wenn der Vater seine Vaterschaft schriftlich im „acknowledgement of paternity“-Formular anerkannt und die Mutter im selben Formular ihre Zustimmung zu dieser Vaterschaftsanerkennung schriftlich erklärt hat. Das „acknowledgement of paternity“-Formular wird den Kindeseltern üblicherweise bereits im Krankenhaus unmittelbar nach Geburt zur Durchsicht und Unterschrift vorgelegt.

Das Original dieser Vaterschaftsanerkennungsurkunde wird vom Krankenhaus an das zuständige amerikanische Standesamt weitergeleitet. Dieses stellt daraufhin eine Geburtsurkunde aus, die den Namen der Mutter und aufgrund der vollzogenen Vaterschaftsanerkennung auch den Namen des Vaters enthält.

Zur Beantragung eines deutschen Ausweisdokuments oder einer deutschen Geburtsurkunde benötigen Sie sowohl die amerikanische Geburtsurkunde als auch eine beglaubigte Kopie des von Ihnen ausgefüllten „acknowledgement of paternity“-Formulars.

Bitte beachten Sie, dass das Kind die deutsche Staatsangehörigkeit durch seinen deutschen Vater erst dann erhält, wenn dieser seine Vaterschaft wirksam anerkannt hat.Abschliessend noch eine kleine Anmerkung zum Sorgerecht: Sofern Ihr Kind seinen gewöhnlichen Aufenthalt in den USA hat und der Vater des Kindes die Vaterschaft anerkannt hat, haben Sie als Eltern automatisch gemeinsames Sorgerecht („shared custody“).

Was ist bei dem/den Vorname/n unseres Kindes zu beachten?

In den deutschen Reisepass bzw. den deutschen Kinderausweis werden grundsätzlich die Vornamen eingetragen, die in der vorgelegten Geburtsurkunde verzeichnet sind.

Bitte beachten Sie jedoch, dass es auch hier Ausnahmen gibt: Bezeichnungen, die dem Wesen nach keine Vornamen sind (z.B. Richard II; Verwendung eines Familiennamens als Vorname), sind nicht eintragungsfähig. Lässt ein Vorname das Geschlecht des Kindes nicht klar erkennen, muss gegenüber dem Konsulat zusätzlich ein weiterer, eindeutig geschlechtsbestimmender Vorname gewählt werden.

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