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Einseitige Namenserklärung nach Auflösung der Ehe

Stempel auf Scheidungspapiere

Stempel auf Scheidungspapiere, © picturedesk.com

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Der Familienname eines deutschen Staatsangehörigen ändert sich nicht automatisch durch Ehescheidung oder Versterben des Ehegatten. Nach Auflösung einer Ehe ist es möglich, durch Namenserklärung den Geburtsnamen oder den Namen anzunehmen, den man vor der Eheschließung geführt hat.

Der Familienname eines deutschen Staatsangehörigen ändert sich nicht automatisch durch Ehescheidung oder Versterben des Ehegatten. Nach Auflösung einer Ehe ist es möglich, durch Namenserklärung den Geburtsnamen oder den Namen anzunehmen, den man vor der Eheschließung geführt hat (z.B. einen Ehenamen aus einer Vorehe).

Bitte beachten Sie, dass Namensänderungen, die durch ein US-amerikanisches Gericht vorgenommen wurden, für deutsche Staatsangehörige grundsätzlich nicht wirksam sind.

Was muss ich ausfüllen?

Laden Sie hier den Antrag herunter:


Antragsformular PDF / 255 KB

Bitte drucken Sie das Antragsformular aus und füllen es sorgfältig aus (bitte benutzten Sie nicht ausschließlich Großbuchstaben, da dies zu abweichenden Schreibweisen führen kann).

Sollten Sie im Ausland geschieden worden sein, muss das ausländische Scheidungsurteil zunächst von dem zuständigen Gericht in Deutschland anerkannt werden, bevor eine Namenserklärung wirksam wird.

Nur ausnahmsweise kann die ausländische Entscheidung für den deutschen Rechtsbereich auch ohne Antrag und förmliches Anerkennungsverfahren beachtlich sein. So bedürfen Scheidungsurteile aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union - außer Dänemark - keiner Anerkennung, wenn das Scheidungsverfahren nach dem 1. März 2001 bzw. nach dem zu einem späteren Zeitpunkt erfolgten Beitritt des Mitgliedstaates eingeleitet wurde. In diesem Fall können Sie stattdessen eine Bescheinigung nach Artikel 39 der Verordnung (EG) Nr. 2201/2003 vom 27.11.2003 beantragen, die Sie bei dem Gericht erhalten, wo Sie geschieden wurden.

Die Scheidungsanerkennung ist weiterhin nicht nötig, wenn beide Ehegatten zum Zeitpunkt der Entscheidung ausschließlich dem Staat angehörten (also keine doppelte Staatsangehörigkeit), dessen Gericht oder Behörde die Entscheidung getroffen hat (sog. Heimatstaatenentscheidung).

Für weitere Informationen zur Anerkennung eines ausländischen Scheidungsurteils in Deutschland klicken Sie bitte hier:

Scheidungsanerkennung

Wie ist der Antrag einzureichen?

Zuständig für die Bearbeitung Ihres Antrages ist das Standesamt am letzten Wohnort des erklärenden Ehegatten, bzw. sofern dieser noch nie in Deutschland wohnhaft war, so ist das Standesamt I in Berlin zuständig.

Die deutschen Auslandsvertretungen in den USA hingegen bearbeiten keine Anträge selbst, sondern leiten diese, sofern von Ihnen gewünscht, lediglich weiter an das zuständige Standesamt. Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, Ihren Antrag direkt an das zuständige Standesamt zu übersenden, ein Nachteil entsteht Ihnen hierdurch nicht, manchmal führt dies sogar dazu, dass Anträge schneller vorliegen und bearbeitet werden können.

Welche Unterlagen sind erforderlich? 

Neben dem vollständig ausgefüllten Antragsformular reichen Sie bitte die folgenden Unterlagen in beglaubigter Kopie (Beglaubigung durch Botschaft/Generalkonsulat oder durch notary public, siehe Merkblatt) ein. Sollten Sie Ihren Antrag über eine deutsche Auslandsvertretung einreichen, ist zusätzlich ein Satz einfacher Kopien aller Unterlagen erforderlich.

  • Ihr Reisepass; für Nicht-US-Staatsangehörige Aufenthaltstitel (Visum oder Green Card)
  • Ihre Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde
  • Nachweis zur Namensführung in der Ehe (z.B. Bescheinigung über die Wirksamkeit der Namenserklärung, ausgestellt vom deutschen Standesamt)
  • rechtskräftiges Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde des Ehegatten
  • ggf. Nachweis zur Scheidungsanerkennung in Deutschland
  • im Falle der doppelten Staatsangehörigkeit, US-Einbürgerungsurkunde sowie Beibehaltungsgenehmigung
  • ggf. deutsche Einbürgerungsurkunde oder Staatsangehörigkeitsausweis
  • ggf. Abmeldebescheinigung aus Deutschland

Bitte beachten Sie, dass es dem zuständigen Standesbeamten obliegt, über die Form der Urkunden (Original/ beglaubigte Kopie; mit/ ohne Übersetzung; mit/ohne Apostille) zu entscheiden. Es empfiehlt sich daher, bereits vorab mit dem Standesamt am letzten deutschen Wohnort Kontakt aufzunehmen, um diese Fragen zu klären und Verzögerungen in der Bearbeitung Ihrer Geburtsanzeige zu vermeiden. Die deutschen Auslandsvertretungen können zu diesen Fragen leider keine Aussage treffen.

Was kostet die Namenserklärung?

Auf dem Antragsformular muss die Unterschrift des erklärenden Ehegatten beglaubigt werden. Die Unterschriftsbeglaubigung kann entweder von einem „Notary Public“ oder von der zuständigen deutschen Auslandsvertretung vorgenommen werden. Die Gebühr für die Beglaubigung der Unterschriften auf dem Antrag bei den deutschen Auslandsvertretungen beträgt 25,00 EUR und kann mit Bargeld in US-Dollar zum aktuellen Wechselkurs oder mit Kreditkarte in Euro (Visa oder Mastercard) bezahlt werden.

Für die Antragsbearbeitung benötigt das Standesamt in Deutschland zusätzlich beglaubigte Kopien der antragsbegründenden Unterlagen. Die Kopienbeglaubigungen können ebenso von einem „Notary Public“ vorgenommen werden. Bitte achten Sie darauf, dass der „Notary Public“ selbst auf den Kopien vermerkt, dass diese mit dem Original übereinstimmen („certified true copy“). Alternativ können die Kopien von der zuständigen deutschen Auslandsvertretung bei Vorlage der Originale mit zwei Sätzen Kopien beglaubigt werden. Die Gebühr für die Kopiebeglaubigung bei den deutschen Auslandsvertretungen beträgt € 10,00 und kann mit Bargeld in US-Dollar zum aktuellen Wechselkurs oder mit Kreditkarte in Euro (Visa oder Mastercard) bezahlt werden. 

Bitte beachten Sie hier wiederum, dass ein Standesamt die Beglaubigung durch einen US-amerikanischen Notary Public ablehnen und auf die Beglaubigung durch eine Auslandsvertretung bestehen kann. Dies empfiehlt sich wiederum vorab mit dem Standesamt zu klären.

Sobald der Antrag vollständig ist, kann er für die weitere Bearbeitung an das zuständige Standesamt in Deutschland weitergeleitet werden.

Es wird empfohlen, sich eine Bescheinigung über die Wirksamkeit der Namenserklärung für zukünftige Passanträge ausstellen zu lassen. Die Gebühr für die Ausstellung beträgt € 10,00. Die Bezahlung dieser Gebühren kann nicht bei einer Auslandsvertretung geleistet werden, sondern muss unmittelbar an das zuständige Standesamt geleistet werden. Eine Zahlungsaufforderung erhalten Sie von diesem nach Eingang Ihres Antrages.

Wie lange dauert die Bearbeitung der Namenserklärung?

Die Bearbeitungszeit hängt stark vom zuständigen Standesamt ab und ist von Ort zu Ort unterschiedlich.

Bitte beachten Sie, dass die Bearbeitung der Namenserklärung beim Standesamt I in Berlin aufgrund der nach wie vor steigenden Antragszahlen zurzeit etwa zwei bis drei Monate dauert. Sobald die Namensführung bestätigt ist, kann ein deutscher Reisepass auf den neuen Namen ausgestellt werden.

Sollte eine Scheidungsanerkennung erforderlich sein, kann die Namenserklärung erst abschließend bearbeitet werden, wenn dem Standesamt die Scheidungsanerkennung vorliegt.

Welche Auslandsvertretung ist für mich zuständig?

Bitte nutzen Sie den interaktiven Konsulatfinder, um herauszufinden, welche der neun deutschen Auslandsvertretungen in den USA für Sie zuständig ist, wie die korrekte Postanschrift der Auslandsvertretung lautet oder ob Sie einen Termin für die Abgabe der Namenserklärung benötigen.

Interaktiver Konsulatfinder

Deutschland unterhält in den USA neun Vertretungen. Bitte nehmen Sie sich die Zeit herauszufinden, welche Vertretung für Ihren Aufenthalts- bzw. Wohnort in den USA zuständig ist. Sie können hierfür entweder unseren interaktiven Konsulatfinder konsultieren oder die Liste der geographischen Zuständigkeiten. Konsulatfinder

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