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Coronavirus (COVID-19)

04.08.2020 - Artikel

Hier finden Sie aktuelle Hinweise für Reisende zum Coronavirus

Coronavirus
Coronavirus © Colourbox

Einreise in die USA

Seit Freitag 13. März 2020 gilt ein Einreiseverbot in die USA für Personen, die sich innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen vor der Einreise in Deutschland oder einem anderen Schengenstaat aufgehalten haben.

Ausgenommen vom Verbot der Einreise sind
- US-Staatsbürger,
- Personen mit ständigem legalen Aufenthalt in den USA („Greencard“-Inhaber),
- Personen, die in einem nahen Verwandtschaftsverhältnis zu einem US-Staatsbürger oder einer Person mit ständigem legalen Aufenthalt in den USA stehen, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen (wegen der Einzelheiten informieren Sie sich bitte vor Reiseantritt bei der Botschaft oder einer konsularischen Vertretung der USA in Deutschland),
- Diplomaten oder Mitarbeiter internationaler Organisationen.

Es existieren weitere einzelfallbezogene Ausnahmen, die zum Teil wenig konkret sind. Es muss damit gerechnet werden, dass Quarantäne angeordnet wird, ein Verstoß gegen die Quarantänerichtlinien der US-Regierung und der Bundesstaaten kann strafrechtlich geahndet werden.

Erkundigen Sie sich daher im Zweifel vor Ihrer Abreise zu den Einreisebestimmungen bei der zuständigen US-Vertretung in Deutschland. Die Dauer der Einreisebeschränkung ist derzeit nicht begrenzt. Einzelheiten in englischer Sprache bietet die Proclamation des White House.

Einreise nach Deutschland

Am 02. Juli 2020 wurden Beschränkungen für Einreisen aus bestimmten Staaten, die sich auf der von den EU-Mitgliedsstaaten abgestimmten „Positivliste“ befinden, aufgehoben. Aus diesen Staaten ist die Einreise wieder uneingeschränkt möglich.

Die USA befinden sich derzeit nicht auf der Positivliste. Für Einreisen aus den USA gelten die bisherigen Einreisbeschränkungen deshalb zunächst fort. Die Liste soll jedoch regelmäßig aktualisiert werden. Je nach Änderung der Pandemiesituation können sich somit Änderungen ergeben.

Gleichzeitig mit der Verlängerung der Einreisebeschränkungen für die USA werden die bisher schon gegebenen Ausnahmen jedoch bedeutend erweitert.

Wichtig: Inhaber eines gültigen deutschen Passes dürfen jederzeit in die Bundesrepublik Deutschland einreisen - auch bei bestehenden  Einreisebeschränkungen.

Weitere Ausnahmen von den Einreisebeschränkungen bestehen u.a. für:

  1. Staatsangehörige von EU-Staaten, Schengen-assoziierten Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz), Großbritannien sowie deren jeweilige Familienangehörige*, unabhängig davon, ob sie an ihren Wohnort zurückkehren oder nicht. Die Einreise für Familienangehörige zu Besuchszwecken oder aus touristischen Gründen ist allerdings auch weiterhin nicht möglich, sondern lediglich der Familiennachzug oder bei zwingenden familiären Gründen, wie Reisen zu Beerdigungen, Hochzeiten, Besuchsreisen minderjähriger Kinder zu ihren Eltern und vergleichbare Fälle.

  2. Drittstaatsangehörige mit längerfristigem Aufenthaltsrecht in einem EU-Staat und/oder den zuvor genannten Staaten (Aufenthaltstitel oder längerfristiges Visum, z.B. für einen Studienaufenthalt oder zur Arbeitsaufnahme) sowie deren jeweilige Familienangehörige*, unabhängig davon, ob sie an ihren Wohnort zurückkehren oder nicht. Die Einreise für Familienangehörige zu Besuchszwecken oder aus touristischen Gründen ist allerdings auch weiterhin nicht möglich, sondern lediglich der Familiennachzug oder bei zwingenden familiären Gründen, wie Reisen zu Beerdigungen, Hochzeiten, Besuchsreisen minderjähriger Kinder zu ihren Eltern und vergleichbare Fälle.

  3. Drittstaatsangehörige mit sogenannten „essential functions or needs“, darunter fallen unter anderem:
  • Gesundheitspersonal und -forscher, Altenpflegepersonal;
  • Grenzgänger, Transportpersonal im Warenverkehr und anderen notwendigen Bereichen;
  • Diplomaten, Personal internationaler Organisationen, militärisches Personal, humanitäre Helfer in Ausübung ihrer Tätigkeit;
  • Transitpassagiere;
  • Seeleute
  • Passagiere, die aufgrund zwingender familiärer Gründe reisen
  • Personen, die internationalen Schutz benötigen, oder Einreisen aus anderen humanitären Gründen.
  • Studenten, sofern das Studium nicht vollständig aus dem Ausland durchgeführt werden kann (weitere Hinweise hierzu finden Sie auf unserer Visa-Website)
  • Qualifizierte Fachkräfte (weitere Hinweise hierzu finden Sie auf unserer Visa-Website)

* Familienangehörige im Sinne der Ausnahme umfassen u.a. Ehegatten und minderjährige Kinder.

Beachten Sie bitte, dass bei der Grenzkontrolle entsprechende Nachweise über das Bestehen einer der vorgenannten Ausnahmen vorgelegt werden müssen.

Für US-Staatsangehörige ist die Einreise auch weiterhin ohne Visum möglich, sofern sie einen der oben genannten Ausnahmegründe gegenüber Fluggesellschaft und Grenzbehörden nachweisen können. Die Einreise zu reinen Besuchszwecken oder aus touristischen Gründen ist somit auch weiterhin nicht möglich.

Häufig gestellte Fragen

Nach der Muster-Verordnung des Bundes besteht eine 14-tägige Quarantänepflicht nur noch für Personen, die aus einem Risikogebiet in die Bundesrepublik Deutschland einreisen. Für Einreisen aus den Vereinigten Staaten gilt somit, dass sie sich unmittelbar nach Einreise 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben müssen.

Bei Einreise nach Deutschland müssen Sie sich demnach

  • unmittelbar an ihren Zielort begeben,
  • sich dort häuslich absondern und
  • sich per E-Mail oder Telefon bei der für Sie zuständigen Behörde, i.d.R. Gesundheitsamt, am Wohnort/Unterkunft melden.

Als Voraufenthalt in einem Risikogebiet gilt ein Aufenthalt zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 14 Tage vor Einreise. Maßgeblich ist, ob das Gebiet zum Zeitpunkt der Einreise als Risikogebiet ausgewiesen war (d.h. nicht zwangsläufig zum Zeitpunkt des Aufenthalts).

Ausnahme: Durchreise (Transit)

Die Pflicht zur häuslichen Absonderung besteht nicht bei Transitaufenthalten. Sie sind in diesem Falle allerdings verpflichtet, Deutschland unmittelbar zu verlassen.

Ausnahme: negatives Testergebnis nachweisbar

Wenn Sie nachweisen können, sich nicht mit dem Virus SARS CoV-2 infiziert zu haben, gelten diese Qurantäneregelungen nicht.

Der Nachweis muss durch ein ärztliches Zeugnis erbracht werden. Der molekularbiologische Test auf Vorliegen einer Infektion darf höchstens 48 Stunden vor Einreise erfolgt sein (d.h. der Abstrich darf maximal 48 Stunden vor Einreise genommen worden sein). Der Test muss in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Staat mit vergleichbarem Qualitätsstandard vorgenommen worden sein.

Alternativ kann der Test nach Einreise am Ort des Grenzübertritts oder am Ort der Unterbringung erfolgen.

Das Testergebnis muss - unabhängig davon, ob die Testung vor oder nach Einreise erfolgte - für mindestens 14 Tage nach Einreise aufbewahrt werde. Es muss dem Gesundheitsamt auf Verlangen vorgelegt werden.

Die Regelung zur Quarantänepflicht wird von den Bundesländern in eigener Zuständigkeit erlassen. Bitte erkundigen Sie sich daher auf der Internetseite des Bundeslandes, in das Sie einreisen oder Ihren Wohnsitz haben bzw. untergebracht sein werden, wie die Quarantäneregelung dort konkret aussieht.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Sie wollen sich über den Reiseverkehr innerhalb Europas informieren? Einen Überblick über Einreise- und Quarantänebestimmungen der EU-Staaten gibt die interaktive Website der EU-Kommission Re-open EU

Den Auslandsvertretungen in den USA ist es leider nicht möglich, Sie bei der Reiseplanung oder Umbuchung zu unterstützen. Bitte wenden Sie sich umgehend an Ihre Fluggesellschaft,  Ihr Reisebüro oder alternativ an andere Fluggesellschaften, um Ihre Rückreise zu organisieren.

Zwischen Deutschland und den USA bestehen weiter reguläre, direkte Flugverbindungen durch Lufthansa, United Airlines und Condor, u.a. aus Chicago, New York und Washington D.C., sowie unregelmäßiger aus Seattle. Darüber hinaus bestehen mit verschiedenen Airlines noch Flugmöglichkeiten über andere europäische Hauptstädte nach Deutschland.

Bitte informieren Sie sich im Fall einer Zwischenlandung in einem Drittland auch über die dortigen Ein- und Durchreise-Bestimmungen, z.B. anhand der Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

Die Reisewarnung des Auswärtigen Amts ist primär an Touristen gerichtet. Allerdings kann auch im Falle eines längerfristigen Aufenthalts in den USA eine frühzeitige Abreise zu empfehlen sein. Wer bleibt, nimmt in Kauf, womöglich auf längere Zeit in den USA bleiben zu müssen.

Gerade im Falle minderjähriger Austauschschüler raten wir deshalb zu einer besonders sorgsamen Abwägung der möglichen Risiken eines weiteren Aufenthalts in den USA.

Generell sollten folgende Aspekte und mögliche Konsequenzen beachtet werden:

  • Die Lage bezüglich der Ausbreitung des Coronavirus ist auch in den USA sehr ernst. Einige Bundesstaaten haben bereits Ausgangssperren verhängt; das öffentliche Leben ist stark eingeschränkt; Schulen und andere Bildungseinrichtungen sind zu einem großen Teil geschlossen. Diese Maßnahmen dürften in den nächsten Wochen weiter ausgeweitet werden; ein weiterer Anstieg der Fallzahlen ist zu erwarten.
  • Der transatlantische Flugverkehr ist bereits stark eingeschränkt und mit weiteren Einschränkungen muss gerechnet werden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Flüge nach Europa weiter reduziert werden und nur noch von wenigen Orten in den USA eine Rückreise möglich ist.
  • Die Gesundheitssysteme in manchen US-Bundesstaaten sind bereits jetzt äußerst belastet. Überlastungen und deren regionale Ausweitung sind möglich. Möglichkeiten für andere Gesundheitsbehandlungen, wie z.B. Zahnbehandlungen, könnten dadurch ebenfalls eingeschränkt werden.
  • Der eigene Auslandskrankenversicherungsschutz sollte dringend daraufhin überprüft werden, inwiefern eine Behandlung von Covid19 im Ausland abgedeckt wäre, oder ob die Versicherung sogar eine Ausschlussklausel für den Fall einer Pandemie enthält.
  • Für den Fall, dass die besuchte Bildungseinrichtung für den restlichen geplanten Aufenthaltszeitraum ganz oder zu einem großen Teil geschlossen wird, muss überlegt werden ob der Aufenthalt in dieser ernsten Lage weiter sinnvoll ist.
  • Sofern Austauschschüler*innen oder Student*innen in den USA erkranken sollten, ist ein Besuch von Angehörigen aus Deutschland nach den jetzt geltenden Einreiseregelungen der USA in aller Regel nicht möglich.

Inhaber von Studentenvisa (F, M) und Austauschvisa (J) in den USA sollten sich mit Fragen zur Gültigkeit Ihrer Visa etwa bei Beendigung der Austauschprogramme oder Schließung der Lehrinstitutionen an ihr Studentensekretariat und/oder Sponsorenorganisationen wenden. Inhaber von Studenten- und Austauschvisa in den USA und ihre Sorgeberechtigten können sich ebenfalls auf den folgenden Websites der US-Regierung informieren:

https://j1visa.state.gov/covid-19/

https://studyinthestates.dhs.gov/covid-19-resources

https://www.ice.gov/coronavirus

Wenn Sie nicht rechtzeitig vor Ablauf der digitalen Einreisegenehmigung (ESTA) aus den USA ausreisen können und eine Überschreitung Ihres zulässigen Aufenthaltszeitraums droht („overstay“), beantragen Sie bitte unbedingt vor Ablauf eine sog. „Satisfactory Departure“ bei CBP (U.S. Customs and Border Protection) oder USCIS (US Citizenship and Immigration Service). CBP oder USCIS können Ihnen sodann eine Verlängerung für 30 Tage gewähren. Sollte eine Ausreise auch nach 30 Tagen noch nicht möglich sein, beantragen Sie bitte unbedingt eine weitere Verlängerung. Weitere Informationen zum Verfahren finden Sie hier.

Wenn Sie nicht rechtzeitig vor Ablauf Ihres Visums aus den USA ausreisen können und eine Überschreitung Ihres zulässigen Aufenthaltszeitraums droht („overstay“), beantragen Sie bitte unbedingt vor Ablauf eine sog. „Extension of Stay“ bei der hierfür zuständigen Behörde USCIS (US Citizenship and Immigration Service). Hierfür übersenden Sie Form I-539 zusammen mit Form I-912 (Request for fee waiver) mit Angabe von Gründen, weshalb eine fristgerechte Ausreise nicht möglich ist. Informationen zum Verfahren finden Sie unter https://www.uscis.gov/i-539

Die Einreisebeschränkung in die USA gilt auch für Transitreisende, wenn Sie am Tag der Zwischenlandung in den USA vor 14 Tagen oder weniger aus Deutschland abgereist sind. Wenn Sie sich vor dem Zwischenstopp mehr als 14 Tage in einem Land aufgehalten haben, für welches keine Einreisebeschränkung gilt, können Sie grundsätzlich im Transit über die USA nach Deutschland fliegen.

Die kanadische Regierung hat in einem Informationsschreiben für Fluglinien darauf hingewiesen, dass ein Transit über Kanada weiterhin möglich ist und eine Ausnahme von den Einreisebeschränkungen darstellt. Das Schreiben in englischer Sprache finden Sie hier

Sofern Sie sich in den letzten 14 Tagen vor Einreise in die USA nicht in in Deutschland oder einem anderen Schengenstaat aufgehalten haben, sollte eine Einreise mit vorheriger Genehmigung (ESTA) möglich sein. Die US-amerikanischen Behörden stehen zudem in regelmäßigem Kontakt mit betroffenen Reedereien, um auch im Einzelfall eine Lösung für die Heimreise zu finden.

Die Europäische Kommission hat Leitlinien veröffentlich, die eine einheitliche Anwendung der EU-Passagierrechte in der gesamten Union sicherstellen sollen. Sind beispielsweise Passagiere von der Annullierung ihrer Reise betroffen, können sie zwischen der Erstattung des Fahr- bzw. Flugpreises oder einer anderweitigen Beförderung wählen, um ihr Endziel zu einem späteren Zeitpunkt zu erreichen. Die Leitlinien zu den Passagierrechten in der EU finden Sie hier.

Auch das U.S. Department of Transportation hat Informationen zur Verpflichtung von Fluggesellschaften zur Erstattung von aufgrund von Corona stornierter oder gestrichener Flüge mit Ausgangsflughafen in den USA veröffentlicht.

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