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Coronavirus (COVID-19)

15.05.2020 - Artikel

Hier finden Sie aktuelle Hinweise für Reisende zum Coronavirus

Coronavirus
Coronavirus © Colourbox

Einreise in die USA

Seit Freitag 13. März 2020 gilt ein Einreiseverbot in die USA für Personen, die sich innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen vor der Einreise in Deutschland oder einem anderen Schengenstaat aufgehalten haben.

Ausgenommen vom Verbot der Einreise sind
- US-Staatsbürger,
- Personen mit ständigem legalen Aufenthalt in den USA („Greencard“-Inhaber),
- nahe Verwandte von US-Staatsbürgern oder Personen mit ständigem legalen Aufenthalt in den USA (Ehegatte, Elternteil, Kind oder Geschwister unter 21 Jahren),
- Diplomaten oder Mitarbeiter internationaler Organisationen.

Es existieren weitere einzelfallbezogene Ausnahmen, die zum Teil wenig konkret sind. Es muss damit gerechnet werden, dass Quarantäne angeordnet wird, ein Verstoß gegen die Quarantänerichtlinien der US-Regierung und der Bundesstaaten kann strafrechtlich geahndet werden.

Erkundigen Sie sich daher im Zweifel vor Ihrer Abreise zu den Einreisebestimmungen bei der zuständigen US-Vertretung in Deutschland. Die Dauer der Einreisebeschränkung ist derzeit nicht begrenzt. Einzelheiten in englischer Sprache bietet die Proclamation des White House.

Einreise nach Deutschland

Die Bundesregierung hat entschieden, der Empfehlung der EU-Kommission vom 8. Mai 2020 zu folgen und zur weiteren Eindämmung von COVID-19 bzw. der weiteren Verbreitung des Corona-Virus die bereits bestehenden Reisebeschränkungen für alle nicht unbedingt notwendigen Reisen aus Drittstaaten in die Bundesrepublik Deutschland um weitere 30 Tage zu verlängern. Die am 17. März 2020 von den Staats- und Regierungschefs der EU beschlossenen Einreisebeschränkungen in den Schengen-Bereich wird Deutschland – wie auch andere europäische Staaten – zunächst bis zum 15. Juni 2020 weiter anwenden.

Entsprechend der weiterhin gültigen Anordnung des Bundesministeriums des Innern nach Art. 14, 6 Schengener Grenzkodex bleiben ausdrücklich ausgenommen von den Reisebeschränkungen:

  1. Deutsche Staatsangehörige sowie Staatsangehörige von EU-Staaten und Schengen-assoziierten Staaten sowie deren Familienangehörige und Staatsangehörige aus Großbritannien, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz sowie deren Familienangehörigen zur Einreise zum Zwecke der Durchreise in den Heimat-/oder Aufenthaltsstaat soweit es keine alternative Reiseroute gibt
  2. Drittstaatsangehörige mit längerfristigem Aufenthaltsrecht in einem EU-Staat und den zuvor genannten Staaten (Aufenthaltstitel oder längerfristiges Visum, z.B. für einen Studienaufenthalt oder zur Arbeitsaufnahme), soweit sie zu dem Ort ihres gewöhnlichen Aufenthalts zurückkehren
  3. Drittstaatsangehörige mit sogenannten „essential functions or needs“, darunter fallen laut Beschluss:
  • Gesundheitspersonal und -forscher, Pflegeberufe,
  • Grenzgänger, Transportpersonal im Warenverkehr und anderen notwendigen Bereichen,
  • Diplomaten, Mitarbeiter internationaler Organisationen, militärisches Personal, humanitäre Helfer soweit in Ausübung ihrer Funktion,
  • Transitpassagiere,
  • Passagiere, die aufgrund zwingender familiärer Gründe reisen,
  • Personen, die internationalen Schutz benötigen, oder aus anderen humanitären Gründen.

Ausländer ohne längerfristiges Aufenthaltsrecht können grundsätzlich nicht einreisen, wenn kein dringender Einreisegrund vorliegt. Eine Auflistung von Fallbeispielen für dringende Gründe für eine Einreise hat die Bundespolizei in ihren FAQ zusammengestellt.

Die Fluggesellschaften haben den Transatlantikverkehr drastisch reduziert, aber nicht eingestellt.

Zwischen Deutschland und den USA bestehen weiter reguläre, direkte Flugverbindungen durch Lufthansa, United Airlines und Condor, u.a. aus Chicago, New York und Washington D.C., sowie unregelmäßiger aus Seattle. Darüber hinaus bestehen mit verschiedenen Airlines noch Flugmöglichkeiten über andere europäische Hauptstädte nach Deutschland.

Reisewillige können auf den Websites der Fluggesellschaften tagesaktuelle Entwicklungen finden.

Häufig gestellte Fragen

Wegen der weltweit stark eingeschränkten und weiter rückläufigen Flugverbindungen empfehlen wir Reisenden in den USA, umgehend die Rückreise anzutreten und Ihren Rückflug ggf. vorzuverlegen. Sehr viele Fluglinien haben den Verkehr zwischen den Vereinigten Staaten und Europa bereits suspendiert. Durch die Reisebeschränkungen innerhalb der EU wird es zu weiteren Reduzierungen des Flugverkehrs zwischen den USA und der EU kommen. Bitte nutzen Sie die verbleibenden Flugkapazitäten.

Prüfen Sie unbedingt auch Ihren Versicherungsschutz: Ist eine Erkrankung mit dem Coronavirus im Ausland abgedeckt oder hat Ihre Auslandskrankenversicherung möglicherweise Pandemien pauschal ausgeschlossen?

Bund und Länder haben sich auf die Grundzüge einheitlicher Quarantänebestimmungen für Ein- und Rückreisende verständigt. Nähere Informationen (z.B. auch in englischer Sprache), der Mustertext sowie weiterführende Links finden sich auf den Webseiten des Auswärtigen Amts und des BMI; zur konkreten Umsetzung der Maßnahmen in den einzelnen Ländern wird auf die Webseiten der Landes-Gesundheitsministerien verwiesen.

Den Auslandsvertretungen in den USA ist es leider nicht möglich, Sie bei der Reiseplanung oder Umbuchung zu unterstützen. Bitte wenden Sie sich umgehend an Ihre Fluggesellschaft,  Ihr Reisebüro oder alternativ an andere Fluggesellschaften, um Ihre Rückreise zu organisieren.

Zwischen Deutschland und den USA bestehen weiter reguläre, direkte Flugverbindungen durch Lufthansa, United Airlines und Condor, u.a. aus Chicago, New York und Washington D.C., sowie unregelmäßiger aus Seattle. Darüber hinaus bestehen mit verschiedenen Airlines noch Flugmöglichkeiten über andere europäische Hauptstädte nach Deutschland.

Bitte informieren Sie sich im Fall einer Zwischenlandung in einem Drittland auch über die dortigen Ein- und Durchreise-Bestimmungen, z.B. anhand der Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

Die Reisewarnung des Auswärtigen Amts ist primär an Touristen gerichtet. Allerdings kann auch im Falle eines längerfristigen Aufenthalts in den USA eine frühzeitige Abreise zu empfehlen sein. Wer bleibt, nimmt in Kauf, womöglich auf längere Zeit in den USA bleiben zu müssen.

Gerade im Falle minderjähriger Austauschschüler raten wir deshalb zu einer besonders sorgsamen Abwägung der möglichen Risiken eines weiteren Aufenthalts in den USA.

Generell sollten folgende Aspekte und mögliche Konsequenzen beachtet werden:

  • Die Lage bezüglich der Ausbreitung des Coronavirus ist auch in den USA sehr ernst. Einige Bundesstaaten haben bereits Ausgangssperren verhängt; das öffentliche Leben ist stark eingeschränkt; Schulen und andere Bildungseinrichtungen sind zu einem großen Teil geschlossen. Diese Maßnahmen dürften in den nächsten Wochen weiter ausgeweitet werden; ein weiterer Anstieg der Fallzahlen ist zu erwarten.
  • Der transatlantische Flugverkehr ist bereits stark eingeschränkt und mit weiteren Einschränkungen muss gerechnet werden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Flüge nach Europa weiter reduziert werden und nur noch von wenigen Orten in den USA eine Rückreise möglich ist.
  • Die Gesundheitssysteme in manchen US-Bundesstaaten sind bereits jetzt äußerst belastet. Überlastungen und deren regionale Ausweitung sind möglich. Möglichkeiten für andere Gesundheitsbehandlungen, wie z.B. Zahnbehandlungen, könnten dadurch ebenfalls eingeschränkt werden.
  • Der eigene Auslandskrankenversicherungsschutz sollte dringend daraufhin überprüft werden, inwiefern eine Behandlung von Covid19 im Ausland abgedeckt wäre, oder ob die Versicherung sogar eine Ausschlussklausel für den Fall einer Pandemie enthält.
  • Für den Fall, dass die besuchte Bildungseinrichtung für den restlichen geplanten Aufenthaltszeitraum ganz oder zu einem großen Teil geschlossen wird, muss überlegt werden ob der Aufenthalt in dieser ernsten Lage weiter sinnvoll ist.
  • Sofern Austauschschüler*innen oder Student*innen in den USA erkranken sollten, ist ein Besuch von Angehörigen aus Deutschland nach den jetzt geltenden Einreiseregelungen der USA in aller Regel nicht möglich.

Inhaber von Studentenvisa (F, M) und Austauschvisa (J) in den USA sollten sich mit Fragen zur Gültigkeit Ihrer Visa etwa bei Beendigung der Austauschprogramme oder Schließung der Lehrinstitutionen an ihr Studentensekretariat und/oder Sponsorenorganisationen wenden. Inhaber von Studenten- und Austauschvisa in den USA und ihre Sorgeberechtigten können sich ebenfalls auf den folgenden Websites der US-Regierung informieren:

https://j1visa.state.gov/covid-19/

https://studyinthestates.dhs.gov/covid-19-resources

https://www.ice.gov/coronavirus

Wenn Sie nicht rechtzeitig vor Ablauf der digitalen Einreisegenehmigung (ESTA) aus den USA ausreisen können und eine Überschreitung Ihres zulässigen Aufenthaltszeitraums droht („overstay“), beantragen Sie bitte unbedingt vor Ablauf eine sog. „Satisfactory Departure“ bei CBP (U.S. Customs and Border Protection) oder USCIS (US Citizenship and Immigration Service). CBP oder USCIS können Ihnen sodann eine Verlängerung für 30 Tage gewähren. Sollte eine Ausreise auch nach 30 Tagen noch nicht möglich sein, beantragen Sie bitte unbedingt eine weitere Verlängerung. Weitere Informationen zum Verfahren finden Sie hier.

Wenn Sie nicht rechtzeitig vor Ablauf Ihres Visums aus den USA ausreisen können und eine Überschreitung Ihres zulässigen Aufenthaltszeitraums droht („overstay“), beantragen Sie bitte unbedingt vor Ablauf eine sog. „Extension of Stay“ bei der hierfür zuständigen Behörde USCIS (US Citizenship and Immigration Service). Hierfür übersenden Sie Form I-539 zusammen mit Form I-912 (Request for fee waiver) mit Angabe von Gründen, weshalb eine fristgerechte Ausreise nicht möglich ist. Informationen zum Verfahren finden Sie unter https://www.uscis.gov/i-539

Die Einreisebeschränkung in die USA gilt auch für Transitreisende, wenn Sie am Tag der Zwischenlandung in den USA vor 14 Tagen oder weniger aus Deutschland abgereist sind. Wenn Sie sich vor dem Zwischenstopp mehr als 14 Tage in einem Land aufgehalten haben, für welches keine Einreisebeschränkung gilt, können Sie grundsätzlich im Transit über die USA nach Deutschland fliegen.

Die kanadische Regierung hat in einem Informationsschreiben für Fluglinien darauf hingewiesen, dass ein Transit über Kanada weiterhin möglich ist und eine Ausnahme von den Einreisebeschränkungen darstellt. Das Schreiben in englischer Sprache finden Sie hier

Sofern Sie sich in den letzten 14 Tagen vor Einreise in die USA nicht in in Deutschland oder einem anderen Schengenstaat aufgehalten haben, sollte eine Einreise mit vorheriger Genehmigung (ESTA) möglich sein. Die US-amerikanischen Behörden stehen zudem in regelmäßigem Kontakt mit betroffenen Reedereien, um auch im Einzelfall eine Lösung für die Heimreise zu finden.

Hier finden Sie den vollständigen, von der Europäischen Kommission veröffentlichten Text in deutscher oder englischer Sprache mit weiteren Ausnahmen zur Einreisebeschränkung und Hinweisen. Die Bundespolizei beantwortet zudem häufig gestellte Fragen zur Einreise ausländischer Staatsangehöriger nach Deutschland.

Die Europäische Kommission hat Leitlinien veröffentlich, die eine einheitliche Anwendung der EU-Passagierrechte in der gesamten Union sicherstellen sollen. Sind beispielsweise Passagiere von der Annullierung ihrer Reise betroffen, können sie zwischen der Erstattung des Fahr- bzw. Flugpreises oder einer anderweitigen Beförderung wählen, um ihr Endziel zu einem späteren Zeitpunkt zu erreichen. Die Leitlinien zu den Passagierrechten in der EU finden Sie hier.

Auch das U.S. Department of Transportation hat Informationen zur Verpflichtung von Fluggesellschaften zur Erstattung von aufgrund von Corona stornierter oder gestrichener Flüge mit Ausgangsflughafen in den USA veröffentlicht.

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